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Magnetfeld – die Therapie mit (nicht nur) anziehender Wirkung

 

Magnetfeldtherapie – das hat man öfter schon gelesen oder gehört, zunehmend auch in der Tierheilkunde. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Ist das nicht eine sehr technische Therapieform? Etwas ganz neuartiges, elektrisches, modernes?

Zunächst lässt sich sagen – modern und neumodisch ist diese Therapiemethode ganz und gar nicht! Denn die sogenannte bioenergetische Medizin hat eine lange Tradition und ist in allen Kulturen zu finden. Beispielsweise arbeiteten schon die alten Römer und Ägypter, Hippokrates in der Antike (460 v.Chr. – 370 v. Chr.), sowie Paracelsus (1493 – 1541) mit magnetischen Steinen, Stäben oder Pulvern. Aber auch in der TCM (traditionelle chinesische Medizin) ist der Einsatz magnetischer Steine bereits seit Jahrtausenden bekannt, vermutlich ist diese Heilmethode sogar älter als die Akupunktur, mit welcher sie gerne kombiniert wurde und wird.

Die Entwicklung eines pulsierenden elektromagnetischen Feldes erfolgte im 19. Jahrhundert. Mit Hilfe der Elektrizität konnte nun eine Methode entwickelt werden, bei der sich über Spulen ein Magnetfeld aufbauen und wieder abbauen ließ, um es erneut aufzubauen usw. Verschiedene Frequenzen dieses Auf- und Abbauens des Magnetfeldes können je nach Erkrankung eingesetzt werden.

Werden nun die Zellen eines Organismus diesem pulsierenden Magnetfeld ausgesetzt, erhöht sich deren Stoffwechselrate. Eine verbesserte Durchblutung (zur Erinnerung: Sauerstoff wird im Körper durch Eisen transportiert, welches magnetisch ist!), schnellere Zellteilung und damit Regeneration, Steigerung der körpereigenen Abwehr, Reduzierung von Schmerzen usw. sind die Folge.

Eingesetzt wird die Magnetfeldtherapie überwiegend bei Erkrankungen im Bewegungsapparat. Dazu zählen u.a. Arthrose, Hüftgelenksdysplasie, Wirbelsäulenerkrankungen wie Spondylose, Sehnenerkrankungen, Schmerzen und Verspannungen im Bewegungsapparat, sowie Verletzungen, Knochenbrüche oder zur Verbesserung der Wundheilung nach Operationen. Aber auch bei Stoffwechselstörungen, nervösen Störungen, Durchblutungsstörungen etc. kann das Magnetfeld helfen. Im Leistungssport (z.B. Rennpferde) wird die energetische Behandlung gerne zur Regeneration, Aufrechterhaltung bzw. Steigerung der sportlichen Leistung angewandt.

Im Humanbereich wird häufig mit großen Röhren oder ähnliche Apparaten gearbeitet. In der Veterinärmedizin sind vor allem die Magnetfeldmatten verbreitet. Die Anwendung ist denkbar einfach: der Patient legt sich auf die Matte und das Magnetfeld wird aktiviert. Gerade bei sensiblen Tieren wie z.B. Katzen, aber auch beim Hund, ist die entspannende Wirkung des Magnetfeldes häufig schnell zu beobachten. Die Anwendungsdauer liegt meist zwischen 10 und 45 Minuten, und lässt sich (gerade bei Beschwerden im Bewegungsapparat) perfekt mit einer Akupunkturbehandlung kombinieren. Die Häufigkeit der Anwendung ist abhängig von der Erkrankung, liegt aber in der Regel zwischen einmal pro Woche bis täglich. Ähnlich wie bei der Akupunktur sollte auch die Magnetfeldtherapie nicht bei trächtigen Tieren eingesetzt werden.

Haben Sie Fragen? Wenden Sie sich gerne an mich!

Susanne Huber